Internationalisierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen (HAW.International)

DAAD/Chris Noltekuhlmann

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen sind vor allem wegen ihrer Praxisorientierung in Deutschland und in der Welt hoch angesehen. Viele dieser Hochschulen wollen sich international noch besser aufstellen. Der DAAD unterstützt deshalb Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von HAW bei ihren Auslandsaufenthalten und die Hochschulen bei Kooperationsprojekten mit internationalen Partnern. Hierzu fördern wir sowohl die Anbahnung von ersten Kontakten zu Institutionen im Ausland als auch die institutionelle Verankerung von internationalen Kooperationen innerhalb der Hochschule. Begleitend wird der DAAD Beratungs-, Fortbildungs- und Dialogangebote aufbauen.

Aktuelles

Hintergrund zum Programm

Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen (HAW/FH) bilden Fachkräfte für die deutsche Wirtschaft aus und legen damit das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg vieler Unternehmen in ihrer jeweiligen Region. Auch kleine und mittlere Unternehmen sind immer internationaler aufgestellt; sie erschließen sich Absatzmärkte rund um den Globus und investieren in neue Standorte weltweit. Deshalb benötigen sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die international ausgebildet sind und über entsprechende sprachliche und interkulturelle Kompetenzen verfügen. Diese steigende Nachfrage bei gleichzeitig anhaltendem Fachkräftemangel in Deutschland stellt vielfältige und neue Anforderungen an eine international ausgerichtete, praxisorientierte akademische Ausbildung an den HAW/FH. Diese neuen Qualifikationsanforderungen müssen in enger Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen durch die Internationalisierung der Curricula, durch internationale Kooperation und möglichst niederschwellige Austauschprogramme umgesetzt werden.
Mit einem umfassenden Förderangebot will der DAAD die Internationalisierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen (HAW/FH) sowohl in der Breite als auch über alle Ebenen der Hochschule voranbringen.

Ziele der Programminitiative

Die Hochschulen können durch das neue Programm „HAW.International“ ihre Studierenden noch besser für einen globalisierten Arbeitsmarkt vorbereiten und sie zusammen mit ihren Praxispartnern als Fachkräfte für die deutsche Wirtschaft qualifizieren.
Gleichzeitig soll mit diesem Programm der Internationalisierungsprozess auf allen Hochschulebenen und über alle Personengruppen, vom Studierenden über die Lehrenden und Forschenden bis hin zum Verwaltungspersonal, strategisch verankert und nachhaltig umgesetzt werden.
Entsprechend der Heterogenität in der Fachhochschullandschaft bietet der DAAD vier unterschiedliche Module an, die einzeln oder komplementär genutzt werden können.

  • Modul A: Projekte zu Anbahnungs- und Vorbereitungszwecken.
  • Modul B: Durchführung von Modell- und Kooperationsprojekten mit internationalen Partnern.
  • Modul C: Individualstipendien für Studienaufenthalte, die Anfertigung von Abschlussarbeiten sowie für Kongress- und Messeteilnahmen im Ausland sowie eine gezielte Marketingkampagne.
  • Modul D: Beratung, Fortbildung und Erfahrungsaustausch

Das Programm „HAW.International“ wird seine volle Wirkung durch das Zusammenwirken aller Module entfalten können.
Studierende werden ermutigt, ihre Erfahrungen aus den individuell geförderten Studien- und Praxisaufenthalten im Ausland innerhalb ihrer Hochschule weiterzugeben und nutzbar für internationale Hochschul- und Praxiskooperationen zu machen.
Hochschulen werden ermutigt, sämtliche angebotenen Module in ihren Internationalisierungsbestrebungen aktiv und komplementär zu nutzen, um ihre Ausbildungs-, Forschungs- und Innovationskraft zu steigern.

Modul A und B

Die Hochschulen können im Rahmen der Projektförderung zwei Module nutzen: entweder für Projekte zu Anbahnungs- und Vorbereitungszwecken (Modul A) oder für die Durchführung von Modell- und Kooperationsprojekten mit internationalen Partnern (Modul B).

Modul A soll die antragstellenden HAW/FH dabei unterstützen, eine Internationalisierungsstrategie, die alle Personengruppen vom Studierenden über die Lehrenden bis hin zum Verwaltungspersonal umfasst, zu entwickeln und umzusetzen. Tragfähige Netzwerke für Studium, Lehre, Forschung und Praxis sollen von den HAW/FH mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Deutschland und im Ausland durch internationale Kooperationen auf- und ausgebaut werden. Des Weiteren sollen im Rahmen dieses Moduls Vorbereitungs- und Betreuungsmaßnahmen für Studium und Praxis in Deutschland und im Ausland an der antragstellenden Hochschule eingeführt und umgesetzt werden.

Modul B soll die HAW/FH befähigen, in enger Zusammenarbeit mit (lokalen, regionalen und internationalen) Praxispartnern international ausgerichtete, praxisorientierte Studienangebote (ggf. mit Doppelabschluss) oder duale Studiengänge unter Einbezug digitaler Formate auf- und auszubauen. Praxisorientierte Studienprogramme sollen um Mobilitätsfenster (Studien-, Forschungs-, Praktikumsaufenthalte) erweitert und/oder diese neu entwickelt werden. Modul B zielt auf bereits international aktive Hochschulen ab, die ihre internationalen Kooperationen vertiefen und ausweiten möchten.

Kontakt
P 44 (Internationalisierung digital, Fachhochschulen/HAW):
Nicole Ohlemüller (Referatsleiterin)
ohlemueller@daad.de
Tel.: 0228-882 5611

Christoph Münch
Referent und Projektbetreuung
Tel: 0228-882 8141

Ivonne Gebhardt
Projektbetreuung
Tel: 0228-882 8139

E-Mail: HAW@daad.de

Modul C

Das Modul C soll Mobilität von besonders qualifizierten Studierenden und Wissenschaftlern, unabhängig von den vorhandenen Rahmenbedingungen an der jeweiligen Hochschule, unterstützen.
Es wird ein eigens auf die Zielgruppe der leistungsstarken HAW/FH-Studierenden zugeschnittenes Stipendienprogramm aufgelegt. Unterschiedliche Programmkomponenten (Studienaufenthalte, Auslandsaufenthalte im Rahmen von Abschlussarbeiten, Förderung der Teilnahme an Konferenzen und Messen) schaffen ein umfassendes, neues und sichtbares Angebot, mit dem ganz gezielt für die verschiedenen Formen der Auslandsmobilität im Kontext des praxisorientierten Fachhochschulstudiums geworben werden kann. Ein weiterer Vorteil des Stipendienangebots: weitgehende regionale und zeitliche Flexibilität sowie eine auskömmliche finanzielle Ausstattung.
Die studienbezogenen Förderformate umfassen Studienaufenthalte (3 bis 6 Monate) sowie Forschungsaufenthalte im Ausland im Rahmen von Abschlussarbeiten (1 bis 6 Monate). Die finanziellen Leistungen beinhalten: Stipendienrate je nach Gastland, Übernahme von Studiengebühren (bei Studienaufenthalten), Reisekostenpauschalen, Auslandskrankenversicherung.
Neben der Mobilität der Studierenden soll auch die Internationalität der angewandten Forschung an HAW/FH sowie deren Präsenz im Ausland unterstützt werden. Hierzu soll die Teilnahme an internationalen Fachtagungen und Messen ermöglicht werden. Es wird ein eigenes Programm etabliert, welches Masterstudierende, forschende Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Professorinnen und Professoren an HAW/FH die Teilnahme an Fachtagungen und Messen fördert.
Flankiert werden die Fördermaßnahmen außerdem durch gezielte Kommunikations- und Marketingmaßnahmen für Studierende.

Kontakt

Stipendien für Semesteraufenthalte und Abschlussarbeiten:
Maria Konrad
Projektbetreuung
Tel.: 0228 882 8202

Cathrin Raabe-Gelhard
Teamleitung und Projektbetreuung
Tel.: 0228 882 8204

E-Mail: studierende-fh@daad.de

Kongress- und Messereisen:

Dr. Holger Finken
finken@daad.de
Tel.: 0228-882 334

Mediale Begleitung:
K24 - Informationen zum Studium im Ausland:
Alexander Haridi (Referatsleiter)
haridi@daad.de
Tel.: 0228-882 763

Hanne Lehnert (Referentin)
lehnert@daad.de
Tel.: 0228-882 8136

Modul D

In diesem Modul geht es darum, die Internationalisierung von HAW/FH durch die Gewinnung und Bereitstellung von Expertise und Beratung zu stärken und im Dialog mit allen relevanten Akteuren voranzutreiben. Hierfür wird eine Beratungsstelle für Vertreter von HAW/FH eingerichtet und ein Sonderprogramm der internationalen DAAD-Akademie (iDA) für HAW/FH aufgesetzt. Ein weiteres Element ist die Gewinnung von einschlägigem Fachwissen und die Durchführung von Dialogveranstaltungen. Ab Sommer 2019 können sich Hochschulen u.a. mit Fragen zu regionaler Schwerpunktsetzung, Partnerfindung  sowie Kooperations- und Risikomanagement an den DAAD wenden. Im Bereich Fortbildung bietet das iDA-Sonderprogramm zwei Linien an: eine zu Kooperationsmanagement und Strategieentwicklung und eine zweite zu Regionalkompetenz und Matchmaking für HAW/FH. Zum Angebot der iDA gelangen Sie hier. Das erhobene Wissen wird in Form von Kurzanalysen und Studien aufbereitet. Im Rahmen von Dialogveranstaltungen sollen die gewonnenen Erkenntnisse mit Politik, Wirtschaft und Hochschulen diskutiert werden.

iDA-Sonderprogramm „HAW.International“

Die Internationale DAAD-Akademie bietet praxisorientierte Fortbildungen an, um die Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen bei der Internationalisierung und Umsetzung von internationalen Kooperationen zu unterstützen. Hier finden Sie weitere Informationen und anstehende Seminare.

Ansprechpartner

Beratungen:

Felix Wagenfeld
wagenfeld@daad.de
0228 882-136

Fortbildungen:
Lena von Eichborn
eichborn@daad.de
0228 882-707

Politikdialog:

Hans Leifgen
leifgen@daad.de
0228 882-5643

Kontakt

Gesamtkoordination

P 44 (Internationalisierung digital, Fachhochschulen/HAW):
Nicole Ohlemüller (Referatsleiterin)
Tel.: 0228-882 5611

Christoph Münch
Referent und Projektbetreuung
Tel: 0228-882 8141

Ivonne Gebhardt
Projektbetreuung
Tel: 0228-882 8139

E-Mail: HAW@daad.de

Technischer Support

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Telefonnummer: (+49) 228/882-8888
Erreichbarkeit wochentags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, oder per Mail unter portal@daad.de

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